Zustände in Bewegung / Tanzperformance mit Live-Musik

im Rahmen des Alternativen Frühlings


So 14.05.2017 – kultur & sonstiges / Extern
Einlass: 16:00 H / Beginn: 17:00 H
VVK: 9 Euro / AK: 9 Euro / Ermäßigt: 7 Euro

Die Veranstaltung findet im DAI Heidelberg statt!

Die Tänzerinnen, Tänzer und Musiker des 5elefants tanzkollektiv machen sich in ZUSTÄNDE in BEWEGUNG auf die Suche danach, was sie als Individuen und als Gruppe zu aktuellen, gesellschaftlichen Zuständen sagen können. Mit Bewegung, Text und Musik erforschen sie Ausgrenzungsmechanismen und Identitätszuschreibungen. In einer collagenartigen Zusammensetzung von Bildern wirft dasTanzkollektiv einen Blick auf unsere heutige Gesellschaft, die geprägt ist von Gewalt, Ausgrenzung und Hass.
„Wie gehen Menschen miteinander um und welche Folgen hat dies für den Einzelnen und für Gruppen? Welche Mechanismen liegen rassistischen und ausgrenzenden Gedanken und Handlungen zu Grunde? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, um diese aufzubrechen? Wie können wir als Handelnde in Bewegung bleiben?“
Das 5elefants tanzkollektiv erarbeitete dieTanztheaterperformance ZUSTÄNDE in BEWEGUNG anlässlich der „Karlsruher Wochen gegen Rassismus 2017“, in der sich vier Tänzer*innen in Kooperation mit zwei Musikern mit den Themen Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung auseinandersetzen.

Sie gehen der Frage nach, wie sich gesellschaftliche Systeme in Körpern manifestieren und wie diese gesellschaftlichen Einschreibungen Ausdruck finden. Ziel ist es durch Bewegung und Physikalität neue Blickwinkel zu eröffnen. Neben diesem persönlichen, physischem Bezug der Akteurinnen zu den Themen, geht es darum den Blick für aktuelle politische Entwicklungen zu schärfen.

Das Kollektiv greift Fragen auf, die das Miteinander in einer Gesellschaft und das Interagieren der darin konstruierten Gruppen und Individuen betreffen: „Wie entsteht gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit? Welche gedankliche Grundlage legitimiert Ausgrenzung? Welche strukturellen Bedingungen schaffen den Nährboden für Hass?“ Fragen auf die es keine absolute Anworten geben kann. Fragen denen die Tänzer*innen individuell und kollektiv, physisch und sprachliche begegnen, um bei den Zuschauer*innen eine Vielzahl von Bedeutungen zu ermöglichen.

Die Tanztheaterperformance, die mit Bewegung/Tanz, Theater und Sprache/Text arbeitet, bietet die Möglichkeit Themen auf mehreren Ebenen für die Zuschauer*innen erfahrbar zu machen. Es wird ermöglicht zur selben Zeit fühlend zu erleben bzw. wahrzunehmen und bewusst zu reflektieren und zu interpretieren. Die Ansprache von Anschauung und Geist zur selben Zeit ermöglicht es die Kunst an die Wirklichkeit anzubinden und mit den Themen der „Wochen gegen Rassismus“ zu verknüpfen.
Schließlich geht es darum den Blick zu richten und zu schärfen, auf das eigene Dasein und Handeln in der heutigen Gesellschaft.

 

 



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