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[13. Dez. 2010] Mit einem großartigen Feedback und erfreulichem Interesse wurde die Eröffnung der KUNST/HALLE wahrgenommen.
Siehe auch www.kunsthalle-heidelberg.de
"Angesichts der hohen Qualität der Exponate in der Kunst/Halle bleibt zu hoffen, dass hier - wie vom Atelier Kontrast gewünscht - auch in Zukunft regelmäßig Ausstellungen stattfinden werden. Der außergewöhnliche "Offspace" ist eine Bereicherung für Heidelberg." (RNZ)
"Atelier Kontrast zeigt erste Ausstellung in renovierten Räumlichkeiten / Hoffnung auf Fortbestehen im Stadtteil Bahnstadt. Besucher mögen die neue Halle" (Mannheimer Morgen)
"Gegenwartskunst nistet sich mit Vorliebe in städtischen Randbezirken ein. So auch die neue Kunst/Halle in Heidelberg, die sich in einem frisch weiß gestrichenen Backsteinraum des Veranstaltungsorts Halle_02 befindet, ein „White Cube“ der besonderen Art." ( Wormser-Zeitung ganzer Artikel)

Beim Wort “halle02″denken die Meisten Studenten sofort an fetzige Partys. Die Location hat aber auch deutlich mehr zu bieten und stellt das nun erneut unter Beweis: Die sogenannte “kunsthalle” hat nun für insgesamt fünf Tage geöffnet. In dem neuen Raum neben der halle03 sind bis zum 18.12.2010 zahlreiche Werke von fünf Künstlern ausgestellt. radioaktiv-Reporter Hans war bei der Eröffnung dabei :
Zum mp3-Beitrag mit mp3 auf: www.radioaktiv.org/2010/12/14/kunst-in-der-halle/
Auch die Kunst/Halle bietet wieder eine angenehme Mischung aus Industriekultur, Architektur, Design und Provisorium – grauer Boden, weiße Wände, sichtbare filigrane Dachkonstruktion und ein durch die Außenwand gesteckter “Eingangstunnel” – nicht mehr und nicht weniger. Die Halle bietet Raum und viel Platz für die Kunst, die die eigentliche Attraktion ist und sein soll.
Zum ganzen Artikel auf www.die-stadtredaktion.de
September 2010. Die Zukunft ist ungewiss. Fest steht: die Bahnstadt kommt.
Ob die halle02 dort ihren Platz behält...
Ein Interview mit unseren Geschäftsführern in der Rhein-Neckar-Zeitung gibt Aufschluss.
"Die Subkultur soll weiterhin Platz finden"
Heidelberg. Als die Halle 02 vor acht Jahren startete, war sie eigentlich als Projekt für zwei Jahre gedacht. Die Kunst- und Design-Agentur "Atelier Kontrast" schuf in den ehemaligen Lagerhallen am Güterbahnhof etwas, das es in Heidelberg zuvor nicht gegeben hatte: Die Verbindung von Kunst und Party. Wer auf die Tanzfläche oder vor die Live-Bühne wollte, musste vorher durch die Ausstellungen oder Installationen. Aus finanziellen Gründen wurde dieses Konzept 2005 wieder aufgegeben, seitdem liegt der Schwerpunkt auf Musik. 2003 eröffnete der Zollhofgarten, im Herbst 2005 kam die "Kleine Halle" (heute "Halle 01") dazu, zuletzt die Halle 03. Jetzt steht die Institution auf der Kippe, denn vor ihrer Haustür entsteht der neue Stadtteil Bahnstadt, Ende des Jahres läuft der Mietvertrag aus. Im RNZ-Interview erzählen Geschäftsführer Felix Grädler und Hannes Seibold vom Atelier Kontrast, wie es weitergehen könnte.
Ist Ende des Jahres Schluss mit der Halle 02?
Hannes Seibold: Laut Mietvertrag ja. Aber wir führen gerade sehr positive Gespräche mit der Stadt und arbeiten an einem Konzept, mit dem wir die Halle 02 langfristig erhalten wollen. Wir wollen nach Lösungen suchen, sie in den neuen Stadtteil Bahnstadt zu integrieren.
Wie ist der Stand der Verhandlungen?
Felix Grädler: Wir haben eine Vision und die der Stadtverwaltung auch schon vorgestellt. Die ersten Reaktionen waren sehr gut, wir arbeiten jetzt weiter daran.
Wie sieht diese Vision aus?
Seibold: Für uns gibt es eigentlich keine andere Lösung, als an unserem Standort zu bleiben. Die Halle 02 kann der Bahnstadt und ihrer Gesamtentwicklung sehr viel Positives geben. In der derzeitigen Planung ist das Gebäude ja weiterhin vorgesehen.
Wird sich das Konzept ändern?
Seibold: Wir können das jetzige nicht eins zu eins übernehmen, aber wir wollen so viel wir möglich vom alten Konzept behalten und neue Elemente dazunehmen, die der Stadtteil ohnehin benötigt.
Grädler: Es ist etwa mehr Gastronomie denkbar. Denn die Menschen arbeiten in den Büros und Laboren der Bahnstadt und die wollen irgendwo zu Mittag essen. Kleinere Konferenzen oder Räume für Besprechungen sind auch denkbar.
Seibold: Gleichzeitig sollen Subkultur und Szene auch weiterhin Platz finden. Die Bahnstadt wirbt ja mit Internationalität und Urbanität - und dazu können wir einen großen Beitrag leisten. Es ist ganz wichtig für die Stadtentwicklung allgemein, dass sich um den Bahnhof einen neues Zentrum entwickelt. Und das kann nur mit Leben erfüllt werden, wenn es dort Institutionen gibt, die für den nötigen Zulauf sorgen.
Quelle: RNZ, von Samstag/Sonntag, 11./12. September.
Stadttheater Heidelberg
"Rettet die Halle02!"
Im Namen meines gesamten Leitungsteams und auf Wunsch zahlreicher Mitglieder und Mitarbeiter des Theaters und Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidelberg möchte ich mich ausdrücklich dafür aussprechen, dass die Halle02 die größtmögliche Unterstützung erfährt.
Die Halle02 ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Heidelberger Kultur - weit über das bestehende kommerzielle Angebot für Jugendliche hinaus. Eine Schließung der Halle02 würde das Heidelberger Kulturleben um eine ganz entscheidende und prägende Facette ärmer machen!
Wichtig ist aber vor allem auch, jetzt rasch zu handeln, um den Betrieb sinnvoll aufrecht zu erhalten!
Als Kulturveranstalter können wir gut ermessen, wie schwer jeder Tag der Schließung zu verkraften ist - und um wie viel schwerer es ist, danach den Betrieb wieder aufzunehmen. Die Kontinuität der Arbeit ist eine wichtige Voraussetzung für die Planungssicherheit und letztlich auch für deren Qualität.
Außerdem sind mit jedem Schließungstag schlicht fehlende Einnahmen verbunden, die sich wiederum ganz wesentlich auf die künftige Arbeit auswirken müssen, da sie auch Existenzen gefährden. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass die Halle02 so schnell wie möglich Unterstützung und Planungssicherheit erhält! Unsere Unterstützung möchten wir hiermit ganz deutlich machen.
Dies gilt auch, wenn unsererseits ganz praktische Hilfe benötigt würde.
Mit besten Grüßen
Peter Spuhler, Intendant des Stadttheaters Heidelberg
Galerie Staeck:
Die halle02 hat sich mit ihren vielfältigen Initiativen als Glücksfall für Heidelberg erwiesen, für junge Leute, für die Kultur. Deshalb hat sie ein neues Dach verdient und nicht die Schließung.
Klaus Staeck, Heidelberger Plakat-Künstler
Deutsch-Amerikanisches Institut:
Dieser Treff für junge Künstler und Kulturschaffende ist das Ergebnis engagierter Arbeit von Jugendlichen. Durch sehr interessante Ausstellungsprojekte und andere kulturelle Aktivitäten wurde deutlich, dass es nicht nur konsumierende, sondern eben kreative Bedürfnisse in dieser Stadt gibt und die in der halle 02 vorbildlich Resonanz finden. Gerade im Hinblick auf die Diskussion um die PISA-Studie wird in dem Projekt halle 02 deutlich, wie man mit relativ geringem Aufwand für selbstbewusste und selbsttätige Jugendliche ein erfolgreiches Forum der Entwicklung errichten kann.
Jakob J. Köllhofer, Direktor DAI
Forum für Kunst:
Vorstand und Geschäftsführung der Heidelberger Künstlergruppe 79 e.V. versichern, dass über viele Jahre die Zusammenarbeit mit Vertretern der Halle 02 reibungslos funktioniert hat. Sei es bei der Ausstellungen im Forum für Kunst (2003), bei der Langen Nacht der Museen oder kürzlich bei der Veranstaltung react.
Darüber hinaus ist die Halle 02 als Institution für Jugendkultur weit über die Stadtgrenzen bekannt und anerkannt. Sie lebt, wie viele andere kulturelle Einrichtungen, vor allem vom Engagement der Betreiber, die Vieles ehrenamtlich geleistet haben. Aus unserer Sicht verdient die Halle 02 jede denkbare Unterstützung, besonders von Seiten der Stadt Heidelberg, um ihre positive Rolle für Jugendliche außerhalb des nur kommerziellen Angebots weiter wahrnehmen zu können.
Michael Rosler, Geschäftsführer Forum für Kunst
Heidelberger Kunstverein:
Eine Schließung der "Halle 02" wäre für das Heidelberger Kulturleben ein herber Verlust, und alle Verantwortlichen sollten sich bemühen, diese innovative und erfolgreiche Kulturinitiative zu erhalten.
Der gelungene Versuch, durch medienübergreifende Aktivitäten insbesondere eine jüngere Generation, die sich mit den überkommenen Institutionen und Orten der Kulturvermittlung häufig schwer tut, anzusprechen und zu motivieren, hat sich als beispielhaftes Konzept bewährt. In bewundernswerter und phantasievoller Eigeninitiative mit Leben erfüllt hat sich die Halle mittlerweile bewährt und erfreut sich bester Resonanz. Hier liegen Ansätze - auch möglicher Vernetzung – die vielversprechend und ausbaufähig sind. Ein Beispiel, wie Intelligenz, Mut und Engagement anstelle des geläufigen Jammerns zu Resultaten geführt haben, die sich sehen lassen können. Wenn jetzt unsere Hilfe gefragt ist, wäre es beschämend, wenn sie ausbleiben würde.
Prof. Hans Gercke, Heidelberger Kunstverein
Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK):
Die Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK), Künstlerorganisation und Zusammenschluss des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), Deutscher Künstlerbund und GEDOK (Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer), ist derzeit Kooperationspartner des Projekts RE/ACT in Heidelberg. Der erste Teil dieses internationalen Festivals für studentische Medienkunst wurde vom 2. bis 4. Dezember 2005 in der Heidelberger Halle02 mit einem Symposium, einem Workshop sowie einer Ausstellung eröffnet. Nicht erst im Rahmen dieser Zusammenarbeit haben Vorstand und Geschäftsstelle der IGBK die Halle02 als Veranstaltungsort kennen gelernt, dessen sehr ambitioniertes Kulturprogramm, getragen von dem großen Engagement und Sachverstand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weit über Heidelberg hinaus ausstrahlt. Das innovative Konzept der Halle02, mit seinem Mix aus Ausstellungen zeitgenössischer bildender Kunst, Diskussionen, Symposien sowie abendlichen Musikveranstaltungen, war und ist immer darauf angelegt, neue Wege zu beschreiten und experimentellen Ansätzen und Konzepten ebenso einen Platz einzuräumen, wie populären Angeboten.
Nicht zuletzt das derzeit international erneut auf große Resonanz stoßende Festival RE/ACT, das Studierenden ein Forum bietet, ihre Arbeiten aus den Bereichen interaktive Kunst, Videokunst, Computer- und Rauminstallation der Öffentlichkeit zu zeigen, ist dafür ein gutes Beispiel. Sehr gerne würden die IGBK die Zusammenarbeit mit der Halle02 auch in Zukunft fortsetzen.
Thomas Weis, IGBK Geschäftsführer
Professor Dr. Christoph Zuschlag:
Die Halle 02 mit ihrem einzigartigen Konzept hat sich in den vergangenen Jahren als wertvolle Bereicherung für das kulturelle Leben Heidelbergs und der Region etabliert. Insbesondere junge Menschen wissen sie als kulturelles Experimentierfeld zu schätzen und werden so an kulturelles Leben herangeführt. Dadurch bildet die Halle 02 einen - in meinen Augen unverzichtbaren - Brückenschlag zu den übrigen Kulturinstitutionen in der Stadt.
Prof. Dr. Christoph Zuschlag, Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg / Kunsthistorisches Institut der Freien Universität Berlin
Kulturhaus Karlstorbahnhof:
Die Halle_02 ist ein wichtiges Forum für junge Künstler, die sonst nirgendwo (nicht in Heidelberg und nicht in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar) eine Möglichkeit haben, ihre Kunst auszustellen und einem jungen Publikum zugänglich zu machen. Damit hat die Halle_02 ein (vielfach zitiertes) Alleinstellungsmerkmal. Sie ergänzt mir Ihrem Programm für junge Leute das Heidelberger Kulturleben und trägt so wesentlich dazu bei, Lücken im Kulturangebot der Stadt zu schließen. Das private Engagement der vier Betreiber ist in dieser Form einzigartig.
Rainer Kern, Kulturhaus Karlstorbahnhof
Zwinger3:
Im Herbst 2004 war das Kinder- und Jugendtheater zwinger3 mit der Produktion "Sky is the limit" mit sechs gut besuchten Vorstellungen in der Halle 02 zu Gast. Die Vorstellungen waren im Zusammenhang mit einer großen Ausstellung und einer Podiumsdiskussion, die ebenfalls viel Beachtung fanden. Auffallend war, dass zu den Veranstaltungen viele Eltern mit ihren jugendlichen Kindern kamen. Wir haben im Rahmen dieser Zusammenarbeit die Halle 02 und ihre Macher als sehr lebendig und kulturinteressiert kennen gelernt. Die gesamte Veranstaltung wäre in dieser Form (Kombination Ausstellung und Podiumsdiskussion) bei uns im Theater selbst nicht möglich gewesen. Gerade die Zusammenarbeit verschiedener Kunst- und Kulturströmungen bildet für uns ein wichtiges Rückgrat auch künftiger Projekte, insbesondere wenn es sich um Kunst für Kinder und Jugendliche handelt, die oft direkt mit den aktuellen Trends verbunden sind. Mit einer möglichen Schließung der Halle 02 verlören nicht nur wir einen wichtigen Kooperationspartner, sondern auch die Jugendlichen dieser Stadt einen der wichtigsten Orte für vielfältige Jugendkultur. In diesem Sinne bitte ich sehr, zu überprüfen, ob ein Weiterbetrieb möglich sein kann.
Lorenz Hippe, Regisseur, Dramaturg und Theaterpädagoge, zwinger3 Kinder- und Jugendtheater, Theater und Philharmonisches Orchester der Stadt Heidelberg





















